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Bakteriologie

Ein wichtiger Baustein in der erfolgreichen Behandlung unserer Patienten liegt in der konsequenten Durchführung der bakteriologischen Diagnostik für die Entscheidung, ob eine antibiotische Therapie im Einzelfall notwendig ist oder nicht.

Die antibiotische Behandlung ist sinnvoll bei einer bakteriellen Infektion, nicht jedoch bei einer viralen Entzündung. Mehr als 2/3 aller Infekte der oberen Luftwege sind viral bedingt, ebenso mindestens 60% der Mittelohrentzündungen bei Kindern, so dass eine Antibiotikagabe in diesen Fällen häufig mit Nebenwirkungen verbunden ist, ohne dabei die eigentlichen Infektionsbeschwerden zu lindern. Durch die gezielten Abstriche auf Streptokokken (Erreger z.B. von Scharlach, Mandel- und Rachenentzündungen) haben Patienten die Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden zu erfahren, ob eine antibiotische Therapie sinnvoll ist oder ob eine symptomatische Therapie ausreicht. Auf diese Weise kann in vielen Fällen auf die Gabe eines Antibiotikums verzichtet werden.

Bei Abstrichen von Nasennebenhöhlen- oder Gehörgangsentzündungen haben wir innerhalb von zwei Tagen das Ergebnis vorliegen, welches Antibiotikum gezielt eingesetzt werden kann (sog. Resistenzprüfung), wenn eine Antibiotikagabe erforderlich ist.
Da wir diese Untersuchungen für sehr wichtig halten, können unsere Patienten sogar am Sonnabend die Abstrichergebnisse vom Vortag bzw. die Resistenzprüfungen von vor zwei Tagen telefonisch erfragen.