Kindliche Hörstörungen Seite2
Diese Störungen werden differentialdiagnostisch von Aufmerksamkeitsstörungen (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, ADS) abgegrenzt. Oft entwickeln sich aber auch sekundäre Verhaltensauffälligkeiten mit Störungen des Unterrichts und Aggressivität.
Bei Kindern mit auditiven Wahrnehmungsstörungen wurde mit objektiven akustischen oder elektrophysiologischen Untersuchungsergebnissen nachgewiesen, dass Normabweichungen der Hörverarbeitung nicht nur in sekundären Rindenfeldern, sondern schon im Bereich zwischen Hirnstamm und primärem auditiven Rindenfeld bestanden. Aufgrund dieser Ergebnisse wird verlangt, dass sich hinter gemeinsamen Symptomen einer auditiven Wahrnehmungsstörung verschiedenartige pathologische Verarbeitungsprozesse verbergen, die als zentrale auditive Verarbeitungsstörung oder Fehlhörigkeit bezeichnet werden. Sollten sich diese Annahmen als richtig herausstellen, müssten die verschiedenartigen Wahrnehmungsstörungen in Zukunft mit unterschiedlichen therapeutischen Verfahren behandelt werden.
Als auditive Wahrnehmungsleistungen gelten:
1. Richtungshören
2. Trennung von Stör- und Nutzschall
3. Dichotisches Hören
4. Auditive Aufmerksamkeit und Konzentration
5. Auditive Merkfähigkeit von Klanggestalten
6. Auditive Ergänzung unvollständiger Klanggestalten
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