Schnarchen
Schnarchen kann nicht nur die Verbannung aus dem Schlafzimmer und
negative Auswirkungen auf die Beziehung als Folge haben, sondern kann
Vorbote von ernsthaften, manchmal lebensbedrohlichen Krankheiten sein.
Wenn das Schnarchen mit Atemaussetzern gepaart ist, kann es sich in das
so genannte Schlaf-Apnoe-Syndrom verwandeln, von dem etwa 7% der
Bevölkerung betroffen sind. Als Folgen können
Tagesmüdigkeit mit Leistungsminderung, Konzentrationsschwäche
und schwere Herz-Kreislauferkrankungen auftreten, die zu
Blutdruckanstieg, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt,
Veränderung der Gehirnsubstanz und Schlaganfall und auch zu
Impotenz führen. Die Ursachen für das Schnarchen liegen
oftmals im Bereich der oberen Atemwege. Beispielsweise können eine
schiefe Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenschwellkörper,
ein verlängertes Zäpfchen, der weiche Gaumen und ein
verdickter Zungengrund die Luftstrompassage erschweren und zeitweise
sogar völlig verhindern.
Nach einer ausführlichen Untersuchung bieten sich, je nach Lokalisation der Ursache, verschiedene klassische oder laserchirurgische Therapiemöglichkeiten: Im Bereich er Nase Eingriffe zur Verbesserung des Luftstroms im Sinne von einer Begradigung der Nasenscheidewand und Nasenmuschelverkleinerung; im Bereich des Gaumens und Zäpfchens durch Straffung des weichen Gaumens und Verkleinerung des Zäpfchens und am Zungengrund durch Reduktion der Zungengrundmasse. Daneben kommt ggf. ein gezieltes Training der betroffenen Muskulatur in Frage.
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